Team Schottland

 

 
Lead
Second
Third
Skip
Alternate
Coach
Name:
WOODS
REID
FERNIE
MURDOCH
KIRK
BREWSTER
Vorname:
RICHARD
ANDREW
DUNCAN
DAVID
JAMIE
CATE
Geburtstag:
31.08.1979
10.10.1979
01.11.1978
17.04.1978
03.10.1978
09.04.1952
Spielt seit:
1991
1990
1990
1988
1990
1969
Auswertung:
76 %
80 %
80 %
81 %
-
-

 

Auswertung Team Switzerland

Spieler
Out
Out
In
In
Take
Take
Draw
Draw
N/A
Steine
Total
René Kunz
12
81 %
10
87 %
5
93 %
17
80 %
0
22
83 %
Pascal Albertin
10
83 %
12
69 %
13
74 %
9
78 %
0
22
76 %
Urs Eichhorn
8
92 %
14
74 %
11
91 %
11
70 %
0
22
80 %
Christian Haller
12
67 %
9
78 %
10
97 %
11
48 %
0
22
71 %
Total
42
81 %
45
77 %
39
89 %
48
69 %
0
88
78 %

 

Spielbericht

Text (c) by Daniel Frei

Runde 4, SCO - SUI
Die erste Hälfte ist schnell erzählt. Schottland schreibt im 2. End 2 Steine. Ansonsten prägten vier Nullerend die Partie, welche von beiden Mannschaften auffallend defensiv geführt wird. Erst im 6. End, nach einer taktischen Änderung im Schweizerspiel, wurde ein attraktiveres Curling gezeigt, bei welchem beide Teams die Karten offen aufs Eis legen mussten. Doch anstelle der geplanten Aufholjagd, stahlen die Schotten zwei Steine. Im 7. End sah die Situation für die Schweizer nicht besser aus. Doch plötzlich spielte Haller seinen ersten Stein so wie er wollte und die Schotten standen vor einer Aufgabe (3 Steine schott für die Schweizer), welche zu einer langen Diskussion führte. Nachdem der Schotte einen Fehlstein hatte, konnte Haller mit einem sauberen Take-Out ein 6er-Haus schreiben, welcher vom 0:4 zum 6:4 führte. Doch im 9. End kassierte Haller nach einem groben taktischen Fehlstein ein 3er Haus. Im 10. End spielten beide Teams taktisch nicht immer logisches Curling. Die Konsequenz: Zusatzend und der letzte Stein für Schottland. Beide spielten im Zusatzend fehlerfrei und die Schotten nutzten ihren letzten Stein zum Spielgewinn.

Komentar
Ein Partie Curling hat viel mit taktischem Geschick zu tun. Die Partie der Walliseller Junioren gegen Schottland hat dies auf eine eindrückliche Art und Weise aufgezeigt, wenn auch ohne Punktgewinn für die Schweizer. " Wir haben vor der Partie die Auslosung um den letzten Stein im ersten End, dem sogenannten Toss, verloren", blickt Trainer Jens Piesbergen zurück. So habe ich von meiner Mannschaft gefordert, von Beginn weg Druck auf den Gegner auszuüben und ihnen ein aktives Curling aufzuzwingen." Doch bereits im zweiten End bekam die Mannschaft aus Wallisellen ein Zweierhaus des Gegners aufgebrummt. Vorangegangen waren zwei Fehlsteine des Skip Christian Haller. Danach stellten sie um und wollten die Steine des Gegners im Haus einfrieren'. Doch kein Freeze gelang den Schweizern, so dass es für die Schotten ein leichtes war, ihr Haus von gegnerischen Steinen reinzuhalten. Bis zur Pause nach fünf Ends wurde es ein langweiliges Takeout-Spiel. In der Pause konnte Jens Piesbergen endlich reagieren und auf die Mannschaft einwirken. "Wir müssen unbedingt die Steine im Spiel behalten und den Gegner zu Fehlern zwingen. Und dies erreichen wir nur, wenn wir die eigenen Steine vor dem Haus plazieren." Die vier Spieler vom Junioren Curlingcenter Wallisellen hatten diese Worte noch in den Ohren, als sie bereits wieder zwei Steine des Gegners aufgebrummt bekamen. Doch dann zeigte die taktische Änderung im Schweizerspiel endlich Wirkung. Nach einem herrlich gespielten Doppel-Takeout von Skip Christian Haller machte der schottische Skip Murdoch seinen ersten Fehler in dieser Partie. Sein Stein blieb an der Guard vor dem Haus hängen und die Eidgenossen konnten ein im Curlingsport sehr seltenes Sechserhaus für sich schreiben. "Doch leider verpassten meine Jungs danach die Chance, dem Gegner weiterhin unter genügenden Druck zu setzen." Im Zusatzend ging, gleich wie beim Auftaktspiel gegen die Amerikaner, diese Partie verloren.
Wenn auch nicht vom Erfolg geprägt, haben die Schweizer doch auf eine eindrückliche Art und Weise gezeigt, dass sie viel vom taktischen Schachspiel auf Eis verstehen und auch richtig angewendet haben.

 

Einige Bilder des Team Schottland

Troz einem 6er-Haus gegen Team Schottland verlohren wir das Spiel im Zusatzend.

 

Skip David Murdoch in Aktion